Projektbereich Transferprojekte (T)

Mit Transferprojekten soll über die Kooperation mit Industriepartnern ein Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung erreicht werden.

T2: Nanofunktionalisierung von Cochlea-Implantaten

Das Projekt T2 hat zum Ziel, die in der 2. Förderperiode entwickelten Nanostrukturen für die Oberflächenfunktionalisierung von Reizelektroden auf komplette Implantatsysteme zu übertragen. Dabei sollen die für eine zellspezifische Interaktion optimalen Strukturen, die zu einer Hemmung des Fibroblastenwachstums auf der Reizelektrode einerseits bei gleichzeitiger Stimulation des Aufwachsens von Neuronen führen, durch geeignete Herstellungsverfahren in den Herstellungsprozeß der Reizelektroden integriert werden. Die so hergestellten Elektroden werden hinsichtlich ihrer physiologischen Funktionalität im etablierten Tiermodell in vivo getestet. Danach ist die Überführung in ein Humanimplantat in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Cochlear Ltd. geplant. Die Realisierung des Projektes im Förderzeitraum ist auf Grund der umfangreichen Vorarbeiten in dem Transferprojekt T1 als sehr wahrscheinlich einzustufen.

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T3: Lasttragende resorbierbare Großfragmentschrauben

Im Projekt T3 werden die Ergebnisse der Grundlagenforschung aus dem Projekt R4 in die Translationsforschung überführt. Zusammen mit dem Industriepartner sollen degradable Osteosyntheseschrauben aus geeigneten Magnesiumlegierungen entwickelt werden, die hinsichtlich ihrer Funktionalität für die Knochenbruchheilung in vivo getestet werden. Nach Optimierung der Degradationseigenschaften mit Anpassung an die gewebespezifischen Besonderheiten sollen die Ergebnisse für die Entwicklung und Herstellung von Implantaten (Schrauben) Verwendung finden.

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T4: Innenformschleifen von Biokeramiken

Im Teilprojekt T4 werden die Erkenntnisse zu den Kontakt- und Eingriffsverhältnissen bei der Schleifbearbeitung keramischer Kniegelenksendoprothesen aus dem Teilprojekt D4 um das Anwendungsszenario der Innenflächen einer Femurkomponente erweitert. In Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Wendt GmbH, Meerbusch, werden Schleifwerkzeuge entwickelt, die den spezifischen Anforderungen des Anwendungsfalls gerecht werden und eine prozesssichere sowie wirtschaftliche Bearbeitung ermöglichen.

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T5: Entwicklung von Methoden zur Herstellung und automatisierten Bearbeitung schädigungstoleranter, gehipter ZrO2-Keramiken für Dentalanwendungen

Im Teilprojekt T5 wird das Grundlagenwissen aus dem Teilprojekt D4 des SFB 599, in dem eine Prozesskette für die automatisierte Bearbeitung keramischer Freiformflächen am Beispiel eines Kniegelenkimplantats entwickelt wurde, in ein neues Anwendungsszenario überführt. Das Szenario stellt die automatisierte Bearbeitung neuentwickelter, gehipter Keramiken auf Basis von ZrO2 für Dentalanwendungen dar. In Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner CeramTec GmbH, Plochingen, welcher diese Keramiken entwickelt, wird eine verkürzte Prozesskette erarbeitet und prototypisch umgesetzt. Ziele sind die schädigungsfreie Bearbeitung der sprödharten Keramiken sowie die Entwicklung einer Methodik zur fertigungstechnologischen Charakterisierung von Keramiken.

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