Projektbereich Resorbierbare Implantate (R)

Zur Erfüllung passagerer Implantatfunktionen sind degradable Implantate speziell aus Magnesiumlegierungen im Sonderforschungsbereich entwickelt worden und stehen für den weiteren Einsatz an. Aufgrund der unterschiedlichen Degradationsanforderung in Abhängigkeit vom gewählten Implantatbett, sowie der damit einhergehenden medizinischen Fragestellung werden unterschiedliche Legierungen favorisiert. Die gezielte Steuerung der Degradationskinetik setzt eine entsprechende Legierungsentwicklung sowie die Definition der Herstellungsbedingungen für die Legierung voraus.

R1: Magnesiumdegradation

Dieser Bereich der Legierungsentwicklung und -herstellung ist im Kernprojekt R1 repräsentiert. Die dort stattfindenden Arbeiten ermöglichen die Herstellung verschiedener Legierungen auf Magnesiumbasis unter Zusatz Seltener Erden, Kalzium und anderer Metalle. Zusätzlich wurden Kombinationen mit Glaskeramiken untersucht, um so gezielt das Degradationsverhalten beeinflussen zu können. Aufgrund der unterschiedlichen Degradationszeiten, wie sie durch die medizinische Anwendung vorgegeben sind, konnten für die verschiedenen Implantattypen geeignete Legierungen gefunden werden, die jetzt in der anstehenden dritten Förderperiode weiter optimiert und im Hinblick auf ihre Degradationskinetik definiert werden.

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R6: Degradable Knochenimplantate

Das Projekt R6 dient der systematischen Entwicklung eines Osteosynthesesystems aus degradablen Magnesiumlegierungen. Es sollen Osteosyntheseplatten und -Marknägel für anwendungsspezifische Osteosynthesesysteme hergestellt werden, die die übungsstabile Versorgung von Frakturen ermöglichen und über den Heilungsverlauf hinweg eine funktionsangepasste Degradation des Osteosynthesematerials erlauben.

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R7: Magnesiumgeflechte

Das Projekt R7 greift die Entwicklung eines Stützwandgeflechtes für avitale Anteile des Herzmuskels auf, bis diese unter Verwendung geeigneter Gewebe regenerieren und somit die geschwächte Herzmuskelwand zu stützen vermögen. Dieses hochinnovative Projekt führt zu einer kompletten Neuentwicklung eines Implantattypes, der bisher in dieser Form im kardiovaskulären Bereich nicht zum Einsatz kam. Die Ausdehnung auf entsprechende Aortenklappenprothesen geht auf einen weiteren Anwendungskomplex ein.

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R8: Magnesiuminteraktion

Die Mechanismen der Magnesiumdegradation werden im Projekt R 8 untersucht. Das vertiefte Verständnis der molekularen und zellulären Mechanismen der Magnesiumdegradation soll wesentlich dazu beitragen, die Degradationskinetik im Gewebe vorhersagen und somit gezielt einstellen zu können.

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